Haeufig gestellte Fragen
Ist das Schlaftraining? Muss mein Baby schreien lernen?
Nein, auf keinen Fall. Die Ausbildung bei SULIA basiert vollstaendig auf einem bindungsorientierten Ansatz. Das bedeutet: Kein Schreienlassen, kein kontrolliertes Troesten mit Zeitintervallen, kein Alleinlassen. Du lernst, Familien dabei zu begleiten, sanfte Wege zu erholsamerem Schlaf zu finden, die die Bindung zwischen Eltern und Kind respektieren und staerken.
Welche Altersgruppen deckt die Ausbildung ab?
Die Ausbildung deckt den Schlaf von Neugeborenen (ab Geburt) bis zum Kleinkindalter (ca. 3 Jahre) ab. Du lernst die Besonderheiten jeder Entwicklungsphase kennen: vom Neugeborenen ohne Tag-Nacht-Rhythmus ueber die Schlafregressionen im ersten Jahr bis zu den Einschlafkaempfen bei Kleinkindern. Damit kannst du Familien in allen Altersgruppen kompetent begleiten.
Brauche ich medizinische Vorkenntnisse?
Nein, du brauchst keine medizinischen Vorkenntnisse. Die Ausbildung vermittelt alle fachlichen Grundlagen von Anfang an, von Schlafphysiologie ueber Entwicklungspsychologie bis zu Beratungstechniken. Empathie, Interesse am Thema und die Bereitschaft, Familien einfuehlsam zu begleiten, sind die wichtigsten Voraussetzungen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Online-Ausbildung ist komplett flexibel gestaltet. Die meisten Teilnehmerinnen schliessen innerhalb von 4 bis 8 Monaten ab, je nachdem, wie viel Zeit sie pro Woche investieren. Du hast lebenslangen Zugang zu allen Materialien und keinen Zeitdruck. Wenn du mal eine Pause brauchst, machst du einfach weiter, wenn es wieder passt.
Kann ich die Ausbildung neben meinem Beruf machen?
Ja, die Ausbildung ist genau dafuer konzipiert. Du lernst online, wann und wo du willst. Es gibt keine festen Stundenpläne und keine Praesenzpflicht. Die Live-Sessions werden aufgezeichnet, sodass du sie nachschauen kannst. Viele unserer Teilnehmerinnen machen die Ausbildung neben einem bestehenden Beruf oder neben ihrem Familienalltag.
Was ist das IPHM-Zertifikat?
IPHM steht fuer International Practitioners of Holistic Medicine, eine internationale Akkreditierungsstelle mit Sitz in Grossbritannien. Das IPHM-Zertifikat bescheinigt, dass deine Ausbildung hoechsten Qualitaetsstandards entspricht und international anerkannt wird. In einem nicht regulierten Berufsfeld ist diese Zertifizierung ein wichtiges Vertrauensmerkmal gegenueber deinen Klientinnen.
Was kann ich als Schlafberaterin verdienen?
Pro Einzelberatung (60 bis 90 Minuten) kannst du 80 bis 150 Euro berechnen. Beratungspakete (Erstgespraech, Schlafplan, 2 bis 4 Wochen Begleitung) liegen bei 250 bis 500 Euro. Mit zusaetzlichen Angeboten wie Schlafkursen, Online-Workshops oder E-Books sind weitere Einnahmen moeglich. Viele Schlafberaterinnen verdienen mit zwei bis vier Beratungspaketen pro Woche 1.400 bis 5.600 Euro monatlich.
Kann ich die Schlafberatung mit anderen Taetigkeiten kombinieren?
Ja, hervorragend sogar. Schlafberatung ergaenzt sich ideal mit Stillberatung, Doula-Arbeit, Muetterpflege und Trageberatung. Auch Hebammen, Erzieherinnen und Kinderkrankenschwestern profitieren von der Zusatzqualifikation. Bei SULIA bieten wir attraktive Paketpreise fuer die Kombination mehrerer Ausbildungen an.
Ist die Ausbildung rein online?
Ja, die gesamte Ausbildung findet online statt. Du lernst ueber hochwertige Videolektionen, Skripte und interaktive Uebungen. Regelmaessige Live-Sessions per Zoom bieten dir die Moeglichkeit zum persoenlichen Austausch. Die Online-Struktur ermoeglicht dir maximale Flexibilitaet, ohne auf persoenliche Betreuung zu verzichten.
Was passiert, wenn ich die Pruefung nicht bestehe?
Keine Sorge, das kommt aeusserst selten vor, weil die Ausbildung dich Schritt fuer Schritt auf die Pruefung vorbereitet. Sollte es dennoch passieren, kannst du die Pruefung wiederholen. Wir lassen dich nicht allein und begleiten dich, bis du bereit bist.
Gibt es Praesenzpflicht?
Nein, es gibt keine Praesenzpflicht. Alle Inhalte stehen dir als Videolektionen und Skripte zur Verfuegung. Die Live-Sessions sind freiwillig und werden aufgezeichnet. Du bestimmst selbst, wann und wo du lernst.
Wie finde ich nach der Ausbildung Klientinnen?
Das Business-Modul der Ausbildung bereitet dich genau darauf vor. Du lernst, dich als Schlafberaterin zu positionieren, eine Website aufzubauen, Social Media zu nutzen und Kooperationen mit Hebammen, Kinderaerzten und Familienzentren aufzubauen. Zusaetzlich profitierst du vom SULIA-Netzwerk und der Empfehlung durch die Akademie.
Bereit fuer den naechsten Schritt?
Erfahre alles ueber die Ausbildung →Glossar: Wichtige Fachbegriffe
In der Schlafberatung begegnen dir viele Fachbegriffe. Hier findest du die wichtigsten Begriffe erklaert, damit du dich von Anfang an sicher im Thema bewegst.
Bindungsorientiert
Paedagogischer Ansatz, der die sichere Bindung zwischen Kind und Bezugsperson in den Mittelpunkt stellt. Basiert auf der Bindungstheorie von John Bowlby und Mary Ainsworth. In der Schlafberatung bedeutet es: Die Beduerfnisse des Kindes nach Naehe und Sicherheit werden respektiert, und Schlafveraenderungen werden ohne Schreienlassen oder Alleinlassen gestaltet.
Co-Sleeping
Sammelbegriff fuer Schlafarrangements, bei denen Eltern und Kind in unmittelbarer Naehe schlafen. Dazu gehoeren das Familienbett (alle schlafen in einem Bett), das Beistellbett (Kinderbett direkt am Elternbett befestigt) und das Room-Sharing (Kind schlaeft im eigenen Bett im Elternschlafzimmer). Co-Sleeping ist weltweit die haeufigste Schlafform fuer Saeuglinge.
Einschlafbegleitung
Das bewusste Begleiten eines Kindes beim Einschlafen durch koerperliche Naehe, Stillen, Wiegen, Singen oder Streicheln. Im bindungsorientierten Ansatz wird Einschlafbegleitung als natuerliches, entwicklungsgerechtes Beduerfnis verstanden und nicht als schlechte Gewohnheit, die abgewoehnt werden muss.
Familienbett
Schlafarrangement, bei dem Eltern und Kind(er) gemeinsam in einem Bett schlafen. In vielen Kulturen weltweit die Norm. Bei Einhaltung der Sicherheitsempfehlungen (feste Matratze, keine Kissen oder Decken in Babynaehe, kein Alkohol/Rauchen/Medikamenteneinfluss) eine sichere und bindungsfoerdernde Schlafform. Besonders stillfreundlich, da naechtliches Stillen ohne vollstaendiges Aufwachen moeglich ist.
Nachtschreck (Pavor nocturnus)
Ploetzliches, heftiges Aufschreien oder Weinen aus dem Tiefschlaf heraus, meist im ersten Schlafdrittel. Das Kind wirkt verstaengstigt, ist aber nicht wach und erinnert sich morgens nicht daran. Tritt haeufig bei Kindern zwischen 2 und 6 Jahren auf und ist harmlos, wenn auch fuer Eltern erschreckend. Wichtig: Das Kind nicht aufwecken, sondern ruhig dabei bleiben und fuer Sicherheit sorgen.
Pucken
Das feste Einwickeln eines Neugeborenen in ein Tuch oder einen speziellen Pucksack. Soll das Gefuehl der Enge im Mutterleib nachahmen und den Moro-Reflex (Schreckreflex) daempfen, der Babys im Schlaf aufwecken kann. Umstritten bei laengerem Gebrauch: Kann die Hueftentwicklung beeintraechtigen und birgt bei unsachgemaesser Anwendung Ueberhitzungsgefahr. Sollte spaetestens beendet werden, wenn das Baby beginnt, sich zu drehen.
Regression (Schlafregression)
Phase, in der ein Kind, das zuvor gut geschlafen hat, ploetzlich haeufiger aufwacht, schwerer einschlaeft oder kuerzere Nickerchen macht. Haeufig um den 4., 8., 12. und 18. Lebensmonat. Keine echte Rueckentwicklung, sondern Zeichen eines Entwicklungsfortschritts: Das Gehirn verarbeitet neue Faehigkeiten (Drehen, Krabbeln, Laufen, Sprechen), was den Schlaf voruebergehend stoert. Geht von selbst vorbei.
Rhythmus (Tagesrhythmus)
Der natuerliche Wechsel von Wach- und Schlafphasen im Tagesverlauf. Babys haben zunächst keinen festen Rhythmus, der sich erst im Laufe der ersten Lebensmonate entwickelt. Ein altersgerechter Rhythmus mit angemessenen Wachphasen und Schlaefchen hilft, Uebermuedung zu vermeiden und das naechtliche Schlafen zu verbessern. Wird in der Schlafberatung haeufig als erster Ansatzpunkt genutzt.
Schlafassoziation
Bedingung oder Handlung, die ein Kind mit dem Einschlafen verknuepft: Stillen, Wiegen, Tragen, Schnullern, Haende halten. Jeder Mensch hat Schlafassoziationen (auch Erwachsene brauchen z.B. ihr Kissen). Im bindungsorientierten Ansatz werden Schlafassoziationen nicht als Problem betrachtet, sondern als natuerliche Regulationshilfe, die sich mit zunehmender Reife des Kindes von selbst veraendert.
Schlafzyklus
Ein vollstaendiger Durchlauf aller Schlafphasen: leichter Schlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf (Traumschlaf). Bei Erwachsenen dauert ein Zyklus ca. 90 Minuten, bei Babys nur 45 bis 60 Minuten. Zwischen den Zyklen wacht jeder Mensch kurz auf, schlaeft aber meist sofort wieder ein. Babys brauchen fuer dieses Wiedereinschlafen oft noch Hilfe von aussen, was naechtliches Aufwachen erklaert.
Selbstregulation
Die Faehigkeit, eigene Emotionen und koerperliche Zustaende (wie Muedigkeit) eigenstaendig zu regulieren. Diese Faehigkeit ist bei Babys und Kleinkindern noch nicht ausgereift und entwickelt sich erst im Laufe der ersten Lebensjahre. Deswegen brauchen Kinder Co-Regulation durch ihre Bezugspersonen: Troesten, Naehe, Stillen. Das Einfordern von Selbstregulation, die das Kind neurobiologisch noch nicht leisten kann, ist eine Form von Ueberforderung.
White Noise (Weisses Rauschen)
Gleichmaessiges Hintergrundrauschen, das an die Geraeuschkulisse im Mutterleib erinnert. Kann Babys beim Einschlafen helfen, weil es stoerende Umgebungsgeraeusche maskiert und eine beruhigende Atmosphaere schafft. Sollte auf moderater Lautstaerke (unter 50 dB) und nicht direkt neben dem Ohr des Babys verwendet werden. Nicht als dauerhafte Einschlafhilfe gedacht, sondern als uebergangsweise Unterstuetzung.
Dieses Glossar gibt dir einen soliden Ueberblick ueber die wichtigsten Fachbegriffe. In der Ausbildung vertiefst du jedes dieser Themen und lernst, das Wissen in der Beratung praktisch anzuwenden.
